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Antrag auf Sachleistungen (Arbeitsplatzausstattungen) zur Teilhabe am Arbeitsleben

Kostenübernahme eines orthopädischen Bürostuhles und Sitz-Steh-Tisches

Orthopädischer Bürostuhl und/oder Sitz-Steh-Arbeitstisch

Wer kann alles einen Antrag stellen?

Jeder kann einen Antrag stellen, der im sitzen Arbeitet und seine Teilhabe am Arbeitsleben sicher stellen möchte.
Somit wird ein orthopädischer Bürostuhl und/oder Sitz-Steh-Tisch notwendig, damit die gesundheit und Arbeitsfähigkeit erhalten bleibt.
Einschränkungen und Behinderungen sollen gelindert und ausgelichen werden.

Bei folgenden Indikationen ist ein orthopädischer Bürostuhl empfehlenswert:
Liste aus dem Text vom 07.09.2010 geschrieben vom IGR e.V. Interessengemeinschaft der Rückenschullehrer.

Nach Bandscheibenoperationen
Beckenvenenthrombosen
Degenerative Bandscheibenerkrankungen ( Bandscheibenvorfall und Bandscheibenvorwölbung)
Erkrankung aus dem Bereich der Beinveneninsuffizienz
Facettensyndrom
Lumbalgien
Lumboischialgie
Lymphstau im Bein-Beckenbereich
Morbus Bechterew ( Einsteifung der Wirbelsäule)
Morbus Scheuermann
Osteochondrose (Knorpelschaden der Wirbelkörper)
Spondylarthrose
Spondylitis
Spondylolyse
Statische Wirbelsäuleninsuffizienz
Flachrücken
Hohlkreuz
Rundrücken
Skoliose
Systemische Skletterkrankungen

Was ist für den Antrag notwendig?

Die medizinische Notwendigkeit und die Begründung durch den Arzt muss beigelgt werden.
Der Orthopäde oder behandelnde Arzt attestiert, dass ein orthopädischer Bürostuhl und/oder Sitz-Steh-Tisch verordnet werden muss, damit die berufliche Tätigkeit weiter ausgeübt werden kann.
Der Einsatz des orthopädischen Bürostuhles und/oder Sitz-Steh-Tisches muss zur beruflichen Rehabilitation notwendig sein.
Bei dem Bürostuhl ist förderlich wenn der Arzt schreibt, dass der orthopädische Bürostuhl eine nach allen Seiten frei bewegliche Sitzfläche benötigt.
Es ist damit sehr wahrscheinlich, dass eine volle Bezuschussung erfolgt, Erstattet werden bis 435,00 € inkl. Mwst bei dem Bürostuhl und bis 1.200 € bei dem Sitz-Steh-Tisch.

Den Entlassungsbericht nach einer Rehamaßnahme, auch hier muss die Notwendigkeit begründet sein.

Der Antrag einer Arbeitsplatzausstattung zur Rehabilitation mit Zusatzfragebogen den Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger BFA,LVA erhalten, bzw. einen Antrag des für Sie zuständigen Kostenträgers zB. Arbeitsamt, Fürsorgestellen, Krankenkassen.

Ein Angebot über einen orthopädischen Bürostuhl und/oder Sitz-Steh-Tisches.
Dem muss eine ordentliche und gute Beratung durch den Fachhändler voraus gehen.

Wo wird der Antrag gestellt?

Die meisten sicherlich bei der BfA – Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (Angestellte, die über 15 Jahre rentenversichert sind oder 5 Jahre versicherungspflichtig tätig und Heilverfahren mit anschließender Kur oder falls Rente ansteht). Den LVA’s – Landesversicherungsanstalt (Arbeiter, die über 15 Jahre rentenversichert sind oder 5 Jahre versicherungspflichtig tätig und Heilverfahren mit anschließender Kur oder falls Rente ansteht). Den Berufsgenossenschaften (nach Arbeits- oder Wegeunfall) der Knappschaftsversicherung Agentur für Arbeit (Arbeiter und Angestellte, die über 5 Jahre rentenversichert sind; Behinderte mit 50% Grad der Behinderung oder 30% mit Gleichstellung und arbeitslos) Hauptfürsorgestelle (Beamte, Szudenten oder sonstige Sonderfälle – Voraussetzung 50% Grad der Behinderung oder 30% mit Gleichstellung) bei den Krankenkassen im Rahmen von Präventionsleistungen bei Rückenproblemen – Einzelfallentscheidungen.

Wer hilft bei der Antragstellung?

Die Reha-Berater der Rentenversicherungsträger DRV, LVA, die Reha-Sozialberater der Reha-Kliniken und Reha-Einrichtungen, Technische Berater und Reha-Berater der Agenturen für Arbeit und der Krankenkassen und der behandelnde Arzt bzw. Betriebsarzt.

WICHTIG : Der Antrag muss vor der Anschaffung bei einem Kostenträger gestellt sein, sonst erlischt der Anspruch. Direkt nach der Antragstellung kann der Versicherte den Stuhl beschaffen, der Kostenträger übernimmt im Rahmen der Kostenerstattung die Beschaffung, sobald positiv über den Antrag entschieden wurde. Wenn der Antrag direkt beim Reha-Berater des Kostenträgers eingereicht wird, kann dies den Zeitraum bis zur Entscheidung deutlich verkürzen. Nachdem Sie eine Bescheinigung zur Beschaffung eines orthopädischen Bürostuhls haben, wenden Sie sich an ein qualifiziertes Fachgeschäft. Der Stuhl ist gemäß den Vorschriften der DRV nach eingehender Sitzprobe in einem Fachgeschäft auszuwählen. Der Antrag wird mit dem Attest und dem Kostenvoranschlag des Fachhändlers an den Kostenträger geschickt. Die Bearbeitungszeit liegt in Regelfall bei 8 bis 10 Wochen, kann aber auch bis zu mehreren Monaten betragen.

Die Anträge für die Kostenübernahme der Arbeitsplatzausstattung finden Sie bei uns unter der Rubrik "Aktuelles" Thema: Bezuschussung von Bürostühlen durch staatliche organisationen DRV,LVA.....

Geld von der Krankenkasse / Rentenversicherung - Antrag für Kosten Zuschuss zu einem ergonomischen orthopädischen Bürostuhl

Ein orthopädischer Bürostuhl kann signifikant zur Reduktion von einer Vielzahl von Beschwerden beitragen. Wer nicht an Rückenschmerzen oder anderen gesundheitlichen Problemen bedingt durch langes Sitzen leidet, kostet die Krankenkassen auch kein Geld, da keine Arztbesuche oder aufwändige Behandlungen und Reha-Maßnahmen nötig sind.

Darum haben viele gesetzlichen und privaten Krankenkassen sowie Rentenversicherungen eingesehen, dass es durchaus von ökonomischen Nutzen sein kann, bei entsprechender gesundheitlicher Veranlagung dem/der Versicherten einen Zuschuss zum Kauf eines neuen rückenschonenden Bürostuhls zu geben. Die Rechnung ist dabei relativ simpel: die Investition in die Gesundheit des Versicherungsnehmers zahlt sich langfristig durch geringere Kosten für Heilbehandlungen aus. Am Ende profitieren sowohl die Krankenkasse als auch der Versicherte von der präventiven Maßnahme.

Für Versicherte ist dies allerdings noch lange kein Freibrief, sich nun einen sündhaft teuren Bürostuhl zu kaufen und anschließend das Geld zu 100% von der Krankenkasse wieder einzufordern. Mit einem solchen Verhalten wird man keine positiven Erfahrungen sammeln. Als Versicherter sollte man immer zuerst das Gespräch mit der Krankenkasse suchen, ob und in welcher Höhe Zuschüsse zu einem neuen ergonomischen Bürostuhl gewährt werden. Falls die Krankenkasse vertragliche Abkommen mit einem bestimmten Bürostuhl Hersteller hat, kann der Zuschuss eventuell an die Wahl eines bestimmten Herstellers geknüpft sein.

Ein ärztliches Attest über die Notwendigkeit eines orthopädischen Bürostuhls ist in der Regel vorzuweisen, um die medizinische Notwendigkeit nachzuweisen. Hier sollte man sich im Idealfall an einen von der Krankenkasse empfohlenen Arzt bzw. Orthopäden wenden, damit es bei der Anerkennung der ärztlichen Bescheinigung keine Probleme gibt.

In Zeiten eines maroden Gesundheitssystems werden viele Versicherungen trotz des ökonomisch sinnvollen Zuschusses erstmal versuchen, eine Zuwendung abzulehnen. Hier gilt wie auch bei vielen anderen Leistungen, die nicht im normalen Leistungskatalog auftauchen: Bleiben Sie im Gespräch mit der Krankenkasse bzw. der Rentenversicherung zwar freundlich, aber vor allem auch hartnäckig. So klappt es auch mit der Kostenerstattung für den orthopädischen Bürostuhl!

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